2015

 

 

Denise Winter

bewegen. Falte, Fragment.

 

Caspar-David-Friedrich-Preisträgerin 2010

 

 

6. Oktober –19. Dezember 2015

 

Begleiter New York

 

 

Ein Foto ist ein Beweis, dass es immer nur Interpretationen des Gesehenen geben kann. In all seinen Vervielfältigungsmöglichkeiten bleibt es ein Fragment und ein potentielles Ausgangsmaterial für ein weiteres Original als eine Idee der Wirklichkeit.

Denise Winter gewann 2010 den Caspar-David-Friedrich-Preis und ist nun mit aktuellen Arbeiten nach Greifswald zurückgekehrt. In ihrer Ausstellung ”bewegen. Falte, Fragment.” in der Caspar-David-Friedrich-Galerie zeigt sie Bildobjekte, Grafiken und multimediale Installationen. Sie widmen sich der Faltung, dem Fragment, der Bewegung und Erweiterungen der Fotografie ins Skulpturale.  

Die Künstlerin isoliert, reduziert und transformiert situative Eindrücke, die sie zunächst in kurzen Videosequenzen oder in Fotografien festhält. Es entstehen konstruktivistische Auseinandersetzungen mit Architektur und Landschaft.

 

Der Aspekt der Unwägbarkeit wird in den Schaffungsprozess mit einbezogen, indem sie beispielsweise in der Arbeit „1und1” die Interpretation von Fotografien auf die Laboranten überträgt, oder die Spuren und Fehlstellen in der Herstellung ihrer Objekte – wie in „A M aus der Serie der Prototypen“ - nachvollziehbar macht. Der Entstehungsprozess ist oft analog und im großen Maße physisch. Materialien und Medien variieren dabei spielerisch und ungezwungen. So sind in der Ausstellung sowohl spontan anmutende Installationen aus einfachen Materialien zu sehen, als auch komplexe, maschinell hergestellte Objekte aus dem Mineralwerkstoff Corian oder Rohspan. Die Lichtbild-Installation „Damaskus” bezieht den Betrachter unmittelbar mit ein, denn durch seine Bewegung wird die Dia- und Overhead-Projektion ausgelöst. In Anbindung an ihre Ausstellung im Jahr 2010 zeigt sie großformatige Camera-Obscura-Arbeiten, die 2011 vom Ausguck eines Forschungsschiff der Universtität Tromsø auf einer Fahrt um Spitzbergen aufgenommen worden sind.

 

 

VITA
 

2009 - 2012

Studium Freie Kunst bei Richard Deacon, Kunstakademie Düsseldorf
2009 - 2011
Meisterschülerstudium bei Monika Brandmeier, Hochschule für Bildende Künste Dresden
2008
Studium Freie Kunst bei AK Dolven, Kunsthøgskolen i Oslo
2003 - 2009
Studium Freie Kunst an der HfBK Dresden, Fachklasse Monika Brandmeier (Diplom 2009)

 

 

PREISE / STIPENDIEN / ARBEITSAUFENTHALTE
 

2013

1. Preis: Realisierungswettbewerb, Kunst am Bau im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin
Atelierstipendium, Mixer Gallery, Istanbul, Türkei
Arbeitsaufenthalt in Budapest
2012
Atelierstipendium, Salzamt in Linz, Österreich
Minimalismus-Stipendium, Unna
Arbeitsaufenthalt in Vancouver und New York
2011
Projektstipendium der LebensArt-Stiftung und Projektunterstützung der W. Richard - Dr. C. Dörken Stiftung für das Projekt Landshape
2010
Caspar-David-Friedrich-Preis
Atelierstipendium, Künstlerresidenz in Tromsø, Norwegen
2009
Sächsisches Landesstipendium
2008
Erasmusstipendium

 

 

AUSSTELLUNGEN / PROJEKTE (Auswahl)

(E=Einzelausstellung, G=Gruppenausstellung, K=Katalog, B=Blog, P=Projekt)


2015
bewegen. Falte, Fragment., Caspar David Friedrich Galerie, Greifswald (E)
KONZEPT PAPIER. dr. julius I ap Galerie, Berlin (G) IdentitätsMetamorphosen, Stadtmuseum Düsseldorf (G)
EINKNICKEN ODER KANTE ZEIGEN? Die Kunst der Faltung II, Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg (G)
BLAUE NACHT NÜRNBERG, Nürnberg (G)
2014
EINKNICKEN ODER KANTE ZEIGEN? Die Kunst der Faltung, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt (G, K) RuhrKunstSzene-Fotoaugen, Kunstmuseum Gelsenkirchen (G, K)
PRIVATE VIEW. BY APPOINTMENT. dr.julius I ap Galerie, Berlin (G)
72h INTERACTIONS, eine Weltmeisterschaft für spielbare Architektur, Witten
2013
filetieren.SCHNITT., galerie januar, Bochum (E, K)
ATRIUM, Kunst am Bau im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin
AUSNAHME ZUSTAND, Künstlerhaus Dortmund (G)
AUS ERNST WIRD SPASS, Projektraum Dt. Künstlerbund, Berlin (G)
BEHIND THE NON-COLOURS, Galerie Voss, Düsseldorf (G)
WIR WIEDER HIER, Kunstmuseum Bochum (G)
2012
5x3 2012, Kunstraum Düsseldorf, Düsseldorf (G)
Kunstpreis DEW21 2012, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund (G)
LANDSHAPE, Gallery SmallProjects, Tromsø (E)
2011
KUNSTPREIS JUNGER WESTEN, Kunsthalle Recklinghausen (G, K)
CUT BY CAMERA, Cyan Studio, Oslo (E)
SCHNITT-MUSTER, Galerie Grafikladen, Dresden (E)
ANKAUF JUNGE KUNST, BBR, Berlin
SHAPE, Pommersches Landesmuseum, Greifswald (E)
NISCHE, FELD, Galerie Kuttner Siebert, Berlin (G)
2010
NORDWAND, Motorenhalle, Dresden (G, B)
RICHTUNG UND REGIE DES LICHTS, Projekt mit Dresdner und Damaszener Kunststudenten, Präsentation im Goetheinstitut Damaskus (G, P)

 

KURATORISCHE ARBEIT

 
2011 - 2015
Mitglied im Künstlerhaus Dortmund e.V., das in Selbstorganisation geführte Atelier und Ausstellungshaus für zeitgenössische und experimentelle Kunst in Dortmund Für das Haus kuratierte Ausstellungen:
2014
31KILO, Artist-In-Residence und Doppel-Ausstellung türkischer und deutscher Künstler (aus Istanbul und NRW) in Istanbul und Dortmund, Konzept und Organisation zusammen mit Samira Yildirim (D), Mehmet Kahraman (TR) und Serhat Cacekli (TR), the Space Istanbul und Künstlerhaus Dortmund (Infos siehe Blog: 31KiLO.blogspot.de und kh-do.de)
2012
ES IST ZEIT FÜR TURNSCHUHE! - Eine Ausstellung zur polnischen Gegenwartskunst im Rahmen des landesweiten Kulturfestival: Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW. Konzept und Organisation zusammen mit Marta Skłodowska, Elly Valk-Verheijen, Künstlerhaus Dortmund USING PHOTOGRAPHY – FOTOGRAFIE BENUTZEN Ausstellungskonzept und Organisation zusammen mit Gerhard Kurtz (Projektraum Fotografie) im Künstlerhaus Dortmund, Kino SweetSixteen und Projektraum Fotografie, Dortmund (Infos siehe Künstlerhauswebseite: kh-do.de)
2013 (fortlaufend)
Initiatorin des 4hKUNST-Ausstellungsprojekts, Ziel von 4hKUNST ist es, neue Positionen in der Kunst aufzuspüren und vorzustellen, Künstler zusammenzubringen, zu diskutieren und Experimente zu wagen. Der Austausch über Kunst und die Vernetzung von Künstlern und Institutionen stehen dabei genauso im Vordergrund wie die Freude am experimentellen Herstellungsprozess von Kunst und einer Ausstellung, die nur für vier Stunden geöffnet ist. (Infos siehe Blog: 4hKUNST.blogspot.de)

 

LEHRENDE TÄTIGKEIT

 

2015
Lehrauftrag: Einführung in die Ästhetische Bildung II - Künstlerische Experimente, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Hochschule Düsseldorf
2014
Lehrauftrag: Raum und Fotografie, Universität Dortmund, Fakultät für Kunst und Materielle Kultur Lehrauftrag: Experimentelles Arbeiten mit der Camera Obscura, Universität Dortmund, Fakultät für Kunst und Materielle Kultur
2013
Blockseminar: Using Photography – a photo as a template for objects and installations, NISS Høyskole, Oslo Lehrauftrag: Fotografie als Plastik, Plastik als Fotografie, Universität Dortmund, Fakultät für Kunst und Materielle Kultur

 

 

 

 

Caspar-David-Friedrich-Preis 2015

Lukas Janitsch

 

4. Juli – 27. September 2015

 

 

„Idyll“  Ausstellungsansicht Holz, Leuchtkasten, Sound, Duft, 24 x 33 x 33 cm, 2014

 

 

„... Synanthrop nähert sich dem Thema Natur und Mensch nicht über klischeehafte Vorstellungen von Unberührtheit oder sogenannter ökologischer Nachhaltigkeit, die von Werbe- und Tourismus- industrie beschworen werden. Vielmehr geht es Lukas Janitsch darum, die Instanzen und Kanäle der Vermittlung in den Blick zu nehmen und zu zeigen, wie das Verhältnis von Natur und Kultur weniger durch klare Gegensätze, als durch eine dialektische Verflochtenheit gekennzeichnet ist.“

Johan Nane Simonsen

 

 

„Stück Grün“  Fine Art Print auf Papier, 48,5 x 78 cm, 2014

 

 

Künstlerischer Lebenslauf

geboren 1989 im Burgenland, Österreich 
seit 2008 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Johanna Kandl, Hans Schabus, Thomas Zipp und Henning Bohl

 

 

„Schimmel“  diverse Schimmel, Holz, Glas, 35 x 53 cm, 2014

 

 

Ausstellungen (Auswahl)

 

2014 „synanthrop“, Galerie unttld contemporary, Wien (solo) 
2014 „Willkommen im Paradies“, Landesgalerie Burgenland, Eisenstadt 
2014 „K&K PUSHING B&W“, kuratiert von Thomas Zipp, OBEN, Wien 
2013 „Aufstellung“, kuratiert von Hans Schabus, Skulpturinstitut, Wien 
2013 „in defence of the poor image“, hufak off space, Wien 
2012 „The Essence“, Künstlerhaus Wien, Wien 
2011 „Junger Wein“, MAK, Wien 
2010 „The Essence“, Künstlerhaus, Wien

 

Auszeichnungen (Auswahl) 


2013 „Stipendium der Anni und Heinrich Sussmann Stiftung“ 
2010 „Burgenländischer Jugendkulturpreis“

 

 

 

 

Julia Körner

Come Closer

 

11. April – 28. Juni 2015

 

 

 

 

Die Künstlerin Julia Körner vereint Malerei, Zeichnung, Collage und cutouts zu einer vielschichtigen Ausstellung. Zu sehen sind einerseits menschenähnliche Wesen, im ständigen Wechsel von Sich Zeigen und Verschwinden, vertieft in eine Tätigkeit. Offen bleibt jedoch, ob es sich bei der Tätigkeit um sinnhaftes Tun, Spiel oder Ernst handelt: denn jede Situation kann kippen, birgt beide Möglichkeiten in sich. Zusätzlich sind Landschaften dargestellt, die künstlich und traumähnlich sind. Dabei herrscht eine Stimmung der Beklemmung und des Nebulösen. Verborgenes ist für die Künstlerin interessanter als die Abbildung des Äußeren. Es liegt im Auge des Betrachters, die Bilder zu entschlüsseln und vermeintlich Bekanntes in den verwischten, offenen, ungewissen Arbeiten zu entdecken: Come closer.

 

 

 

 

Künstlerischer Lebenslauf

1976
geboren in Heidelberg

1996-2004
Studium Kunst und Gestaltung, Germanistik, E.M.A.-U. Greifswald (Staatsexamen)

2004-2006
Studium Fachbereich Malerei/Grafik, HfBK Dresden (Diplom)

2006-2008
Meisterschülerstudium bei Prof. Ralf Kerbach, HfBK Dresden lebt und arbeitet in Berlin

 

 

 

 

Ausstellungen (Auswahl)

 

2014

Zusammen. Alexander Klenz und Freunde.Pavillon am Milchhof, Berlin (group)

 

2013

Puritz [& Friends] / Prinzip Wolke, Staatl. Museum Schwerin: Museum Schloss Güstrow (group)

Diamantenjagd- under favour of darkness, Kreuzberg Pavillon (group)

20 Jahre Galerie Schwarz, Galerie Schwarz, Greifswald (group)

Julia Körner, Yasmin Alt: back to front, the empty store, Berlin 

Anonyme Zeichner 2013, Temporary Art Centre (TAC), Eindhoven, Niederlande (group)

Anonyme Zeichner 2013, Delikatessenhaus, Leipzig  (group)

Anonyme Zeichner 2013, Kunstverein Nord, Berlin Tiergarten (group)

 

2012

draw the curtains, Galerie Schwarz, Greifswald (solo)

Nominiertenausstellung für den Kunstpreis der Stadt Rostock im Bereich der Grafik/Zeichnung, Kunsthalle Rostock (group)

Far left lane & the barbers, Studio Schütt, Berlin (group)

 

2011

Westendsommer II, Galerie Schwarz, Greifswald (group)

Westendsommer I, Galerie Schwarz, Greifswald (group)

panic group, Galerie Schuermer, Karlsruhe (solo)

 

2010

broken flavour, Artary, Stuttgart (solo)

Neue Arbeiten - Neue Räume, Galerie Schwarz, Greifswald (group)

 

2009

Von Menschen und anderen Tieren, Galerie Schwarz, Greifswald (group)

Investition Kunst. Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern der letzten 15 Jahre, Staatliches Museum Schwerin (group)

Heavy silence, Artary Stuttgart (solo)

 

2008

Hegenbarth-Stipendium 2007(Julia Körner, Svea Duwe), Städtische Galerie Dresden

 

2007

Julia Körner, Malerei, Galerie Schwarz, Greifwald (solo)

 

2006

Diplomausstellung an der HfBK Dresden (group)

 

 

 

 

Horst Hussel

Traum und Wirklichkeit

 

24. Januar – 5. April 2015

 

Eröffnung am Samstag, den 24. Januar 2015, 11 Uhr
freier Eintritt

 

Hussel Grafik 1

 

Eine Auswahl von Grafiken von Horst Hussel aus der 2012 erfolgten 70 Werke umfassenden Schenkung von Christoph Müller an das Schweriner Kupferstichkabinett geht auf Reisen in die Geburtsstadt des Künstlers.  Horst Hussel zählt zu den bedeutendsten Grafikern, Buchkünstlern und Hörspielautoren Deutschlands. Er illustrierte auch zahlreiche Werke der Weltliteratur.

 

Hussel Grafik 2

 

Aus dem breiten Spektrum seiner künstlerischen Arbeit fokussiert die Ausstellung das Thema der mecklenburgischen Landschaft, die Horst Hussel immer wieder inspirierte. In seinen subtilen druckgrafischen Werken und auch zeichnerischen Arbeiten gehen Realität und Traumwelt eine einzigartige und unverwechselbare Symbiose ein. Die Lineatur und Intensität  seiner grafischen Erzählweise regt den Betrachter zum genauen Hinschauen an. Ein  Hauch von Romantik  ist auch seiner Kunst eigen, somit ist der Ort, an dem die Ausstellung gezeigt wird, in besonderer Weise prädestiniert.

 

Hussel Grafik 3

 

 

 

2014

 

 

2013

 

 

2012

 

 

2011